Hörsturz

Wenn Sie einseitig oder beidseitig auf einmal dumpfer hören, so als ob Sie einen Ohrstöpsel im Gehörgang hätten, deutet dies auf einen Hörsturz hin. Ein Hörsturz kommt unangemeldet, ganz ohne erkennbaren Auslöser und bedarf daher einer grundlegenden Untersuchung.

Hörsturz

Woher kommt der Hörsturz?

Plötzliche Schwerhörigkeit kann verschiedene Ursachen haben. Gelegentlich kann es durch einen lauten Knall, eine Mittelohrentzündung oder andere Infektionen zu vorübergehenden oder permanenten Störungen des Hörvermögens kommen. Falls kein definitiver Auslöser vorliegt, ziehen wir einen Hörsturz in Betracht. Wir können durch verschiedene Hörtests einen Hörsturz erkennen, gegebenenfalls auch durch den Vergleich mit Voruntersuchungen, die wir in unseren Akten haben.

Hörsturz-Therapie

Die Hörsturztherapie hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Vom Notfall mit stationärer Infusionstherapie im Krankenhaus hat sich der Hörsturz heute zu einem HNO-ärztlichen Eilfall entwickelt, der zügig, innerhalb der ersten Tage behandelt werden sollte. Früher (bis 2009) war die Therapie eine Kassenleistung, heute ist die Therapie bei Hörsturz mit oder ohne Tinnitus eine iGeL – Leistung.

Die Therapie des akuten Hörsturzes besteht aus unterschiedlichen Stufen:


  • Durchblutungsförderne medikamentöse Therapie
  • Infusionen mit durchblutungsfördernden Mitteln mit und ohne Kortison
  • Direkte Gabe von Kortison in das Mittelohr (intratympanale Kortisontherapie)


Welche Therapieform hier in Frage kommt, hängt vom Ausmaß der Hörstörung, dem subjektiven Leidensdruck und verschiedenen Vorerkrankungen, z.B. Diabetes ab.